Hackschnitzelanlagen

Ähnlich wie bei Pelletheizungen wird der Brennstoff mittels Zuführeinrichtungen automatisch in die Brennkammer eingeführt. Durch den Einsatz des biogenen Energieträgers Holzhackschnitzel wird die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduziert. Hackgut oder Hackschnitzel sind deshalb derzeit einer der günstigsten verfügbaren Biomasse-Brennstoffe und haben eine hervorragende Energiebilanz. Im Vergleich zu Pellets muss bei Hackschnitzeln allerdings etwa der dreifache Lagerraum gerechnet werden, da diese eine geringere Schüttdichte aufweisen.

Mit der erzeugten Wärme wird Wasser aus dem Heizkreislauf im Kessel der Hackschnitzelheizung erwärmt. Die Wärmeverteilung erfolgt genauso wie bei anderen Systemen der Zentralheizung durch das erwärmte Wasser. Anders als bei Öl- oder Gasheizungen muss bei Hackschnitzelheizungen ein Warmwasserspeicher in das Heizsystem eingebunden werden, der die im Brennvorgang erzeugte Wärme bis zur Wärmeanforderung durch das Heizsystem verlustarm speichert.

Hackschnitzelheizungen sind im Vergleich zu Öl- oder Gasheizungen derzeit ab einem Leistungsbedarf von 20 kW wirtschaftlich sinnvoll und eignen sich deshalb vorzugsweise für größere Altbauten, Mehrfamilienhäuser oder Gebäudekomplexe. Die Anschaffungskosten sind in der Regel zwar höher als bei herkömmlichen Öl-, Pellet-, oder Gasheizanlagen, allerdings sind die Brennstoffkosten hingegen sind sehr viel niedriger. Der Zeitraum, nach der sich die Investition in eine Hackschnitzelheizung finanziell auszahlt, ist daher stark von der Relation der Rohstoffmarktpreise abhängig.